12-Kanal-NEP-EKG

Im BMJ Online Journal "Open Heart" wurde eine große Studie veröffentlich, die das 12-Kanal-EKG noch einmal unter die Lupe genommen hat. Heraus kam eine neue Methode, die weniger Artefakte bei gleicher Beurteilbarkeit bietet.

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Das sogenannte new-electrode-placement (NEP) - EKG hat in der Untersuchung von 1112 Patienten sehr gut abgeschnitten. 

Es ist als zuverlässig bewertet worden, es wurden keine Infarkte übersehen oder falsch positiv interpretiert, die R-Zacke wurde nicht in Höhe oder Gestalt beeinflusst und die Artefakte durch Extremitätebewegung und/oder -zittern konnten minimiert werden.

Die neue Methode ist allerdings bisher nicht in Notfallsituationen untersucht und validiert worden. Auch wenn die Infarktzeichen alle zuverlässig erkannt wurden, werden hier noch weitere Studien folgen müssen.

Zusammenfassend ergibt das NEP-EKG identisch zu interpretierende Elektrokardiogramme, die von besserer Qualität sind. Es konnte kein negativer Einfluss auf Lagetypinterpretation, Erkennung von Herzinfarkten oder Rhythmusstörungen festgestellt werden.


Die folgende Graphik zeigt die neue Elektroden-Platzierung:

Mobirise

Die Arm-Elektroden A und B werden lateral des Biceps unmittelbar unterhalb der V4-Linie platziert. Die abominellen Ableitungen werden 7.5cm unterhalb des Bauchnabels im Abstand von 10cm platziert, also 5 cm von der Mittellinie.


Literatur:
Khan GM. Open Heart 2015;2:e000226


KK

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